Asbesthalde in Wunstorf

Noch immer ist unklar, wie es weitergehen wird ...

Wunstorfs Grüne bleiben am Ball, doch der kullert derzeit orientierungslos durch das Spielfeld von Verwaltung, Wirtschaft und Politik. Es gibt seit kurzem einen Arbeitskreis (initiiert von der Linken in Hannover), der sich gemeinsam mit Fachleuten aus Wissenschaft, VertreterInnen von Bürgerinitiativen und aus der Politik mit  dem Thema Asbesthalde befasst. Die Aufarbeitung des Geschehenen sowie die Suche nach einer vernünftigen Endlösung dieses Problems stehen auf der Agenda.

Der Transport ist zwar vorerst gestoppt, doch liegt noch kein neuer Beschluss darüber vor, was mit der Halde passieren soll und wer dafür zur Kasse gebeten werden soll. Die Verursacher und Rechtsnachfolger winden sich heraus. Siehe dazu auch folgenden Link: http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/hannover/asbest395.html

Die Asbesthalde bleibt – und auch die Intransparenz

Pressemitteilung vom 15.05.2012

Der Abtransport der Asbesthalde scheint vom Tisch, was der Ortsverband der Grünen in Wunstorf sehr begrüßt. Doch ist es jetzt keineswegs der Moment, sich entspannt zurücklehnen zu können. Wie wird es weitergehen?

Ein runder Tisch, zu dem die Verantwortlichen einladen, um zunächst Ideen zu sammeln, wäre eine gute Sache. Oder wollen andere EntscheidungsträgerInnen vor verschlossenen Türen allein etwas ausbrüten? Die Vergangenheit sollte sie eines Besseren gelehrt haben. Dennoch ist es genauso passiert, gestern auf der offiziellen Pressekonferenz der Region Hannover wurden Interessierte, die zu dieser Entwicklung und dem neuen Klärungsprozess beigetragen haben, ausgeschlossen, vor der Tür stehen gelassen. Soviel zur Transparenz und Öffentlichkeitsbeteiligung ...

Was die Sicherung der Halde vor Ort anbelangt, gibt es viele Anregungen, die gut abgewägt werden sollten. Ist die Halde in ihren „ehemaligen" Zustand wiederherzustellen? Sollte sie „abgeschwemmt" werden? Oder sollte sie eingehaust werden, um darauf bspw. ein Solarfeld zu errichten? Viele Fragen, die am besten innerhalb eines Symposiums mit Fachleuten zu klären wären. Laut der offiziellen Pressemitteilung beruft man sich lieber auf das alte Gutachten zur Haldensicherung, statt frische Ideen einfließen zu lassen. Kein guter Neubeginn ...

Dass jetzt die Rechtsnachfolger und die Erben der Fulgurit zur Finanzierung mit heran gezogen werden sollen, weckt wenigstens Hoffnung bei den Steuerzahlern. Bleibt nur abzuwarten, ob diese Absicht ernsthaft genug verfolgt werden wird ...

Wie auch immer die Entscheidung ausfallen möge, der gesundheitliche Schutz der Bevölkerung, Schutz vor Verunreinigungen von Luft, Grundwasser und Boden hat oberste Priorität!

Wir Grüne vor Ort hätten gern ein Vorschlagsrecht für zu beteiligende Fachleute. Außerdem erinnern wir an unsere Forderung nach erneuten Untersuchungen und einer transparenten UVP (UmweltVerträglichkeitsPrüfung). Überhaupt sollte bei einer solchen Angelegenheit die Öffentlichkeit mehr beteiligt werden, schließlich geht es dabei um uns und unsere Nachfahren ...

OV-Wunstorf (wsb)

Dazu die offizielle PM der Regionsverwaltung zum Download
herausgegeben auf der Pressekonferenz vom 14.05.2012 hinter verschlossenen Türen.
Region_PM_182 Fulgurit.pdf
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Klare Ohrfeige für Transportbefürworter!

So ähnlich berichtete neben anderen Zeitungen auch die Hannoversche Allgemeine Zeitung:

"Die Asbesttransporte aus der Region Hannover nach Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern bleiben weiterhin verboten. Das Verwaltungsgericht in Schleswig hat am Mittwoch einen Eilantrag der niedersächsischen Transportfirma zurückgewiesen."

Da das Gericht deutlich die Position des Aktionsbündnisses bestätigt hat, veröffentlichen wir im Anhang den Wortlaut des Urteils, das uns das Umweltnetzwerk Hamburg zur Verfügung gestellt hat. Besonders geeignet für Transportbefürworter zum Nachlesen. Auch die Einlassung des Sprechers der Grünen Regionsfraktion U. Schmersow „Wir fordern alle Beteiligten auf, sich an einen Tisch zu setzen!“ ist ein Anfang, mehr aber nicht!

In dem Beschluss findet Ihr etwas verklausuliert auch die Aussage des Gerichtes, dass es eine Unmöglichkeit darstellt, dass die Entsorgerfirma HEILIT die Kommunen/Städte anschreibt, um von diesen eine rechtsfähige Antwort für die geplanten Asbesttransporte zu erhalten. Auch diese Aktion der Asbestmafia dokumentieren wir daher im Anhang!

MEHR AUF DIESER SEITE!

Brief der Eichriede Projekt GmbH an die Hansestadt Lübeck
Brief von Eichriede.pdf
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... vom Umweltnetzwerk aus Hamburg
vom Umweltnetzwerk HH.pdf
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Beschluss des Verwaltungsgerichts aus Schleswig-Holstein
Beschluss VG_SH.pdf
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Die Abraumarbeiten und der Transport sollen wieder aufgenommen werden.

Grüne sind für Haldensanierung vor Ort

Von Jörg Rocktäschel Luthe.

Der Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen fordert, dass die Sicherung der Asbestzementschlammhalde vor Ort geprüft wird. Es sei Zeit, Energien nicht auf zweifelhafte Vorhaben zu verschwenden, sondern sich auf die Entwicklung eines Plan B zu konzentrieren, schreibt Vorsitzender Albert Schott an Regionspräsident Hauke Jagau. Die Situation der Sanierung sei völlig verfahren. Bekanntlich lehnen die Regierungen der Bundesländer Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern die Annahme des Materials auf ihren Sondermülldeponien sowie den Transport durch ihre Gebiete ab. Grund sei der Protest der Empfängergemeinden. „Es ist absurd, wenn aus taktischen Gründen die Firma Heilit aufgefordert wird, sofort Lastwagen in Bewegung zu setzen, obwohl klar ist, dass diese am Zielort abgewiesen werden“, sagt Schott. Als Folge davon kämen die Lastwagen beladen zurück und könnten in Wunstorf nicht wieder entladen werden, weil es sich in Luthe um eine „nicht genehmigte Deponie“ handelt. „Man fragt sich, was dies mit Nachhaltigkeit, Vernunft und überhaupt noch mit verantwortungsvoller Politik zu tun hat“, schreibt Schott. Entweder drohten nun eine lange Fortsetzung der Pattsituation oder eine lange juristische Auseinandersetzung. Der Sanierungsbedarf der Halde bestehe jedoch jetzt – wie schon seit Jahrzehnten. Es könne zwar sein, dass bei der Sanierung vor Ort die Halde teilweise ebenfalls bewegt werden müsste, auch das sei unklar und strittig. Doch würde dies ein erheblich geringeres Gefahrenpotenzial darstellen. Der Schutz von Mensch und Natur unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit nehmen den höchsten Stellenwert ein. Die Regionsversammlung sollte umgehend Beschlüsse fassen, um eine Sanierung vor Ort möglich zu machen. Für eine größere Akzeptanz der künftigen Entscheidungen als in den beiden genannten Bundesländern sollten ein öffentliches Symposium mit unabhängigen Fachleuten, Bürgerbeteiligung sowie eine transparente Umweltverträglichkeitsprüfung sorgen.

Pressemitteilung vom 30.03.2012 in der Leinezeitung

Asbesthalde an einem trockenen, sonnigen Tag, unberieselt, unabgedeckt und verlassen.
Asbesthalde an einem trockenen, sonnigen Tag, unberieselt, unabgedeckt und verlassen.

Wer sich über eine festmontierte Webcam vor Ort ein Bild machen möchte, nutze bitte folgenden Link:

http://www.hannover.de/de/umwelt_bauen/behoerden/umweltbehoerden/fb_umwe/fulgurit/webcam_fulgurit.html

Offener Brief der Wunstorfer Grünen vom 18.03.2012

Ein weiterer Versuch, ein Apell an die Vernunft.
1203 Region Hann Offener Brief Asbesthal
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Gestellte Fragen an unserem Infoabend vom 2. März 2012

An dieser Stelle war ursprünglich ein Fragen-Antwort-Katalog geplant. Aus organisa-torischen Gründen können wir vorerst nur mit den Fragen unsere Aufwartung machen. Es gab Probleme mit dem Protokoll. Dennoch wollen wir wenigstens die vielen gestellten Fragen nicht vorenthalten, wenn auch die analogen Antworten der Referenten noch ausstehen und somit ebenso die versprochene Auswertung der Podiumsdiskusion.

Allenfalls wird deutlich, was die Bevölkerung zu diesem Thema beschäftigt und wo ihre Befindlichkeiten liegen.

Wunstorf, den 28. März 2012

Hier nun die Fragen, gegliedert nach ihren Schwerpunkten:

Veranstaltung zur Asbesthaldensanierung am 02.03.2012 in Küsters Hof

Veranstalter: Bündnis 90/Die Grünen Wunstorf

Moderator : Albert Schott, Vorsitzender des Ortsverbandes

Diskussionsteilnehmer:

Pro Abtransport:

Prof. Dr Axel Priebs

Dezernent für Umwelt, Planung und Bauen der Region Hannover

Dipl.-Ing. Christian Poggendorf

Mitarbeiter bei der Prof. Burmeier Ingenieurgesellschaft mbH, Gehrden

Kontra Abtransport:

Friedrich Jaekel

Geologie Oberrat a.D. und Sachverständiger für Asbest im ehemaligen Landesamt für Ökologie

Dr. Stefan Ott

stellvertretender Landesgeschäftsführer des BUND Niedersachsen

 

Beginn: 19:00 Uhr • Ende: 22:30 Uhr

 

Einleitung: Herr Schott begrüßt die Anwesenden, gibt einen kurzen Überblick und erklärt, dass bei den Wunstorfer Grünen nach intensivem Befassen mit der aktuellen Situation ein Umdenken stattgefunden hat. Er bittet um Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger, da dieses dem grünen Wunsch nach mehr Bürgerbeteiligung ausdrücklich entspricht. Anschließend erklärt er das Procedere der Veranstaltung.

Jeder Referent hat die Möglichkeit 3 Minuten seine Sichtweise der aktuellen Lage zur Asbestsanierung darzustellen. Anschließend sollen die Fragen der Anwesenden, gebündelt nach Schwerpunkten beantwortet werden. Herr Schott verspricht die Beantwortung aller Fragen. Sollte dieses an dem heutigen Abend nicht möglich ein, bietet Herr Priebs an, ihm die offenen Fragen zuzusenden, damit er sie dann schriftlich beantworten kann.

 

Auftaktfrage von Herrn Schott:

Welche Zielsetzung präferieren Sie in der Verfahrensweise?

Herr Priebs: Die Sanierung der Halde wird seit ca 5 bis 6 Jahren vorbereitet und wir möchten das Problem nachhaltig lösen. Es ist daher kein Schnellschuss, im Gegenteil der Abtransport der Halde ist eine sehr gute Lösung. Es standen zwei Möglichkeiten zur Wahl, der Abtransport und die Sicherung vor Ort. Der Abtransport ist die nachhaltigste Lösung, das freigewordene Grundstück kann als Gewerbegrundstück weiter genutzt werden und es gibt dann keine weiteren Sanierung in den Folgejahren, weil die Halde in einer anerkannten Abfalldeponie für Asbest entsorgt wird.

Darüber gibt einen Sanierungsvertrag mit der Eichriede Projekt GmbH, die Region Hannover und der Stadt Wunstorf.

Das Umwelt- und Sozialministerium des Landes Niedersachsen stützen die Ansicht der Region.

Die Eichriede Projekt GmbH als Vertragspartner wurde aufgefordert binnen zwei Wochen mit dem Abtransport zu beginnen.

Die ehemaligen Verantwortlichen sind nicht mehr greifbar, deshalb muss die Region in diese Lücke eintreten.

Ein Verbleib der Halde vor Ort bedeutet nicht, dass die Sanierung damit abgeschlossen ist, sondern erfordert aufwendige Arbeiten an der Halde, sie müsste aufwändig neu modelliert werden. Die Umlagerung ergibt sich aus dem Neigungswinkel der Halde und den geringen Abständen zu den Grundstücksgrenzen, die nicht bebaut werden können. Eine Ummantelung wäre auch immer wieder reperaturbedürftig und damit dauerhaft mit Kosten in den Folgejahrzehnten verbunden.

Herr Poggendorf: Fügt den Ausführungen von Herrn Priebs nur hinzu, dass er sich durch die aktuellen Gutachten bestätigt fühlt.

Herr Ott: Wies daraufhin, dass er auch als Vertreter der Landesverbände Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern anwesend ist. Der BUND begleitet die Asbestentsorgung seit 2007, seit dem vergangenen Jahr hat sich die Landesgeschäftsstelle Hannover mit engagiert. Der BUND sieht die Notwendigkeit der Haldensanierung ebenfalls, aber nicht die Notwendigkeit des Abtransports. Diese Lösung ist zu riskant, selbst bei allen Vorkehrungen für die Sicherheit des Transports.

Mit jeder Sanierungmethode der Halde sind Risiken verbunden, jedoch ist die Sanierung vor Ort mit der bestmöglichen Technik das geringste Risiko.

Der BUND bietet Hilfe und Beratung an.

Herr Jäkel: Der Abtransport birgt die Gefahr einer erheblichen Faserfreisetzung.

Durch die Abholzung der Bäume durch die Region ist eine Sicherung vor Ort unumgänglich und zwingend gegeben.

Trotz ihrer Neigung ist die Halde sicher im Stand. Spritzmulch und Schlamm können die Verletzungen des Abholzens wieder regulieren.

 

FRAGEN des Auditoriums ...

... zur Faserfreisetzung:

1. Wie werden momentan und beim Abtransport Verwehungen auf der Halde verhindert?

2. Warum wurden die aufgebaggerten Stellen erst nach Wochen abgedeckt, obwohl dieses laut Sicherungsplan nicht zulässig ist. Hatte es etwas mit der einen Tag später installierten Webkamera zu tun?

3. Was soll nach den Jahren aus der geschlossenen Halde austreten, was nicht schon längst ausgetreten wäre? Warum also das geschlossene System öffnen, auf die Gefahr, dass Stäube entweichen können?

4. Der Toxikologe Dr. Hermann Kruse sagt: Wenn es zu einer Verlagerung kommt, wird es

immer zu einer Faserfreisetzung kommen! Warum wird dieses ignoriert?

5. Was hat der Leiter der Gewerbeaufsicht im Planfeststellungsverfahren zum Transport nach Lahe zur Faserfreisetzungsmessung gesagt?

6. Warum werden Aussagen früherer Mitarbeiter bestritten, dass sich in der Halde Asbeststäube befinden?

7. Warum nutzen Sie nicht die Betriebsakte von Fulgurit, die beim Gewerbeaufsichtsamt geführt wurde, um sich über die Haldenzusammensetzung zu informieren?

... zum Abtransport:

8. Wie ist der weite Transportweg - auch umweltpolitisch - zu verantworten?

9. Welche Sicherheitsvorkehrungen sind bei einem Verkehrsunfall getroffen?

10. Wie sieht es mit der Gefährdung der Menschen aus, die darin verwickelt sind – z.B. Ersthelfer in einer Unfallsituation?

11. Die Entsorgung einer Asbestplatte privat darf nur von Spezialfirmen unter größten Sicherheitsvorkehrungen vorgenommen werden. Warum werden hier andere Maßstäbe angelegt?

12. Warum werden keine Big Bags benutzt, obwohl es einen richterlichen Beschluss des OVG Lüneburg dazu gibt? – Im OVG Beschluss steht: Der Asbest Müll darf nicht gekippt, geschüttet, geworfen werden. In diesem Fall wird sich darüber hinweg gesetzt.

... zum Arsengehalt im Grundwasser:

13. Hat es Grundwassermessungen vor und nach starken Regenfällen in der Haldenumgebung gegeben?

14. Gibt es erhöhte Arsenbelastungen durch die Halde im Grundwasser?

15. Wie giftig ist Arsen?

16. Warum ist jetzt die Arsenbelastung nach so vielen Jahrzehnten ein Grund für die Verlagerung und wurden verlässliche Messungen durchgeführt?

... zu wirtschaftlichen Interessen:

17. Warum soll die Halde überhaupt abgeräumt werden? Es geht doch vorrangig um wirtschaftliche Interessen. Das Gelände zur Autobahn ist doch groß genug.

18. Gibt es eine Förderung für die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme?

Soll am Beispiel von Asbest die Machbarkeit aufgezeigt werden? Als Modellprojekt des Ministeriums für Bildung und Forschung?

... zu juristischen Belangen:

19. Gegen wen richtet sich das Ultimatum von Herrn Priebs – und was versprechen Sie sich

davon? Soll hier ein Präzedenzfall geschaffen werden?

20. Wie ist die Reaktion der Eichriede GmbH und der Heilit Umwelttechnik auf die angeordnete Abtransportfrist?

21. Was passiert wenn die LKW innerhalb der nächsten 2 Wochen losfahren und an der

Landesgrenze abgewiesen werden, wer zahlt dann die Kosten? Wer trägt die Verantwortung dafür?

22. Wie konnte es passieren, dass die Region die Verträge nicht kennt?

23. Nach Lahe wurde ein Planfeststellungsverfahren gemacht. Warum nicht für

den aktuellen Transport?

24. Gegen wem richten sich die derzeitigen staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen?

... zu den Kosten der Sanierung/des Abtransportes:

25. Nach OVG-Urteil wurde die Sanierung vor Ort von der Region als machbar und kostengünstiger dargestellt. – Warum ist man davon abgewichen, war das EUGeld die Triebfeder?

26. Haben die an dem geplanten Asbesttransport beteiligten Firmen Festverträge – oder sind sie prozentual beteiligt?

27. Wer trägt evtl. anffallende Mehrkosten für den Transport?

28. Wieviel Geld wurde für die Sicherung bzw. Beseitigung der Halde von der N-Bank abgefordert? – Stehen diese Gelder auch noch zur Verfügung, wenn sich der Beginn über den 31.03.2012 hinaus verzögert?

29. Welche Kosten wurden für die Sanierung vor Ort ermittelt und welche für die „Entsorgung“ in SH und MV?

... zum Verbleib der Halde vor Ort:

30. Warum Abtransport, wenn keiner den Müll haben möchte, wer zahlt die Kosten?

31. Welche Gefährdungen gehen von der gesicherten Halde auch in Zukunft aus?

32. Bitte sagen Sie etwas zu dem Gutachten bzw. der vor Ort Sicherung von Melchior und Wittpohl Ingenieurbüro!

Baumfällaktion auf der Halde:

33. 2007 wurde Bäume abgeholzt, die auf der Halde wuchsen. Begründung: Die Bäume würden eine Gefahr für die Anwohner darstellen, wenn sie bei Sturm umfallen und sich dann Asbestfasern freisetzen könnten. Heute wird erklärt, dass die Halde soviel Wasser enthält, dass bei dem Abtransport auf Sicherungsmaßnahmen wie Big Bags und Unterdruckzelt verzichtet werden kann, da es zu keiner Faserfreisetzung kommt. Wie lässt sich das erklären?

34. Ist es richtig, dass das Holz von der Fällaktion von der Fa. Neukirch an Bürger zum verbrennen verschenkt wurde?

35. Hat sich die Asbestfaserkonzentration in Luthe seit der Baümefällaktion erhöht?

... zu den Scherben im Umfeld:

36. Was ist mit den vielen Feldwegen, welche mit Asbestbruchplatten befestigt wurden?

37. Was passiert mit den Feldwegen und Äckern, auf denen Asbestscherben gefunden wurden?

Spezielle Infos für eine Sicherung der Halde vor Ort

Gutachterliche Stellungnahme

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Herrn Karl-Heinz Tute und bei Herrn Klaus Koch vom Umweltnetzwerk Hamburg für die Dokumente und die Hintergrundinformationen dazu.

Gutachterliche Stellungnahme von MELCHIOR + WITTPOHL
Für Interessierte haben wir hier die Beurteilung der Kosten für die Nachsorge, wir verfügen aber auch über das komplette Gutachten einer Vorort-Sanierung und stellen dies Interessenten gern zur Verfügung, ist jedoch als Download an dieser Stelle zu datenintensiv.
Nachsorge.pdf
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Nachklang: Aktuelle Pressemitteilung vom 4. März 2012

Grüne für Sicherung vor Ort

Der Informationsabend mit Podiumsdiskussion des Ortsverbandes der Grünen in Wunstorf vom vergangenen Freitag in Küsters Hof war trotz seines streckenweise sehr emotionsgeladenen Verlaufes (auch im Podium) in zweierlei Hinsicht eine gelungene Veranstaltung.

Um die hundert Interessierte, meist KritikerInnen des Abtransportes der Asbesthalde waren erschienen und hatten zahlreiche Fragen an das ausgewogen gewählte Podium. Neue Erkenntnisse gab es nicht viele, doch die unterschiedliche Sichtweise und Interpretation von Detaills ließ an manchen offiziellen Aussagen Zweifel aufkommen. Nebst einem kurzen Erfahrungsbericht eines ehemaligen Fulguritmitarbeiters gab es mal klare, mal zu sehr im Fachjargon formulierte Stellungnahmen.

 

Der grüne Ortsverband nutzte diese Veranstaltung ebenso dazu, seine Vorstellung von Bürgerbeteiligung umzusetzen. Interessierte BürgerInnen schrieben ihr Anliegen und ihre Fragen auf vorbereitete Zettel, die, nach Fragenkomplexen sortiert und dem Podium vorgetragen wurden. Natürlich lief das nicht immer ganz reibungslos, da es einen ganzen Batzen an Fragen zu bewältigen galt. Auch konnten nicht alle Fragen gestellt werden, dennoch, so versprechen die Grünen, wird keine Frage verloren gehen. Ein Fragenkatalog wird zusammengestellt und an die Referenten mit der Bitte um Beantwortung gesandt. Eine komplette Auswertung wird zeitnah auf die Homepage gestellt werden.

Zurück zum Thema bleibt im Nachgang sowie nach der Bewertung auf der Klausurtagung des Ortsverbandes der Grünen in Wunstorf, Sonntag, den 4. März 2012, zu sagen, dass sich ein eindeutiges Meinungsbild herauskristallisiert hat. Nämlich die Sicherung der Asbesthalde vor Ort, auch wenn diese dazu teilweise angefasst werden müsste. 

Zur Zeit ist die Situation offenbar völlig verfahren; es droht ein langer Stillstand des Verfahrens mit eventuell jahrelangen juristischen Auseinandersetzungen.

 

Der Ortsverband der Grünen fordert die Regionsverwaltung auf, unabhängig vom derzeitigen Stand des Verfahrens, einen „Plan B” zu erarbeiten. Eine neue Untersuchung und Planung für die Sicherung vor Ort und nicht in Kolenfeld. Dabei sollte die Regionsverwaltung ein öffentliches Symposium mit unabhängigen Fachleuten und unter Bürgerbeteiligung inklusiv einer transparenten UVP (Umweltverträglichkeitsprüfung) auf den Weg bringen.

Der Ortsverband der Grünen wünscht eine nachhaltige Lösung der Vernunft, die, frei von wirtschaftlichen Interessen, den Schutz von Mensch und Natur gewährleistet.

 

Wolfgang Schulz-Binz

(V.i.S.d.P.)

Das Aktionsbündnis „Gegen den Transport” ...

... hat am Montag, den 20.02.2012 in die Calenberger Stuben zu einem Infoabend eingeladen. Die als Download angefügte Präsentation ist sehr aufschlussreich, so dass wir sie nicht vorenthalten wollen:

Präsentation ...
... des Umweltnetzwerkes mit Sitz in Hamburg
Vortrag_Asbest_20-02-2012_red.pdf
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Pressemitteilung zur Veranstaltung des Ortsverbandes

Wir möchten die BürgerInnen herzlich einladen zur Informationsveranstaltung am Freitag, den 02.03.12, ab 19 Uhr im Küsters Hof, Hindenburgstr. 29b in Wunstorf.

Alle interessierten BürgerInnen werden dort Gelegenheit haben, ihre Fragen an kompetente wie verantwortliche Referenten zu stellen.

Je intensiver und länger wir uns im Ortsverband Bündnis 90 / Die Grünen Wunstorf mit der Asbesthalde beschäftigt haben, desto mehr Fragen und Unklarheiten haben sich letztlich ergeben.

Viele Aussagen und Aktivitäten sind uns begegnet, die sich bei näherem Hinsehen eher als Glaube, schlimmer als rein subjektives Interesse bzw. als interessiertes Augenverschließen entpuppten. Dies mindert Vertrauen und stärkt Zweifel.

Vor diesem Hintergrund erschien uns Forderung nach Innehalten, einem Moratorium bei der aktuellen Verfahrensweise, dem geplanten Abtransport auf die Deponien bei Rondeshagen und Ihlenburg, angemessen und zwingend. Politisch folgte uns hier zunächst niemand – doch massiver Bürgerprotest in Schleswig-Holstein und in Mecklenburg-Vorpommern und wieder einmal Juristen andernorts erzwangen faktisch das von uns geforderte Moratorium. Nun scheint die ordnungsgemäße Entsorgung der Halde, in welcher Form auch immer, aktuell „vor die Wand gefahren“. Nun muss von den jetzt Verantwortlichen nachgeholt werden, was Jahrzehnte versäumt und missachtet worden ist: Der Umgang mit Gefahrgut wie auch Ressourcen allein nach Kriterien der Vernunft und Nachhaltigkeit. Ein Teil der Verantwortlichen hat sich stattdessen schon nach den alleinigen Kriterien von vermeintlicher „Wirtschaftlichkeit“ und Besitzstandswahrung vom buchstäblichen Asbestacker gemacht.

Den schwarzen Peter haben nun SteuerzahlerInnen und politische Erben; im Übrigen ein Szenario, das sich bei anderen Gelegenheiten hier und andernorts zu wiederholen droht.

Wir, die Grünen in Wunstorf, wollen bei unserer eigenen Suche nach Klarheit und verantwortlichem nachhaltigen Handeln die BürgerInnen mitnehmen – und suchen dabei zugleich deren Unterstützung. Wir möchten wieder bei den Fragen ansetzen, die überhaupt noch nicht hinlänglich beantwortet worden sind. Schnellschüsse und „Augen zu und durch“ – Politik erscheint uns dabei wenig hilfreich.

Für die Region, die „Betreiberseite“ des geplanten Abtransportes werden Herr Dr. Axel Priebs, Umweltdezernent der Region Hannover, und Herr Christian Poggendorf, Ingenieurbüro BIG, Rede und Antwort stehen.

Für die Kritikerseite werden der Geologe Herr Friedrich Jaekel, Oberrat a.D. im ehemaligen Landesamt für Ökologie, und Herr Dr. Stefan Ott vom BUND Niedersachsen vertreten sein.

Ergänzend zum geplanten Informationsabend mit Podiumsdiskussion

Falls Sie am 2. März 2012 unsere Veranstaltung nicht besuchen können, haben Sie Gelegenheit auf dem Info-/Mitteilungs-zettel, der als Download bereit steht, Ihre Fragen und Anmerkungen zu notieren und an uns zu senden. Besser wäre es natürlich, Sie kämen persönlich an diesem Abend.

Die Infozettel werden leider erst sehr kurzfristig vor dem Termin an vielen Punkten in Wunstorf ausgelegt sein. Natürlich können Sie ebenso ein formloses Schreiben oder eine Email an uns richten. Wir möchten, dass Ihre Fragen beantwortet werden. Und wir möchten, dass alles weitere, was und wie es mit der Asbesthalde geschehen wird, im Sinne des höchsten Gutes, nämlich zum Wohle von Gesundheit und Umwelt nachhaltig zu einem guten Ende kommt.

Info-/Mitteilungszettel
Damit jeder weiß, wann und wo ...
Damit wir wissen, was und wie ...
Flyer_ZW_red150.pdf
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Die Grünen in Hannover sehen das anders ...

Hannovers Grüne haben eine andere Auffassung zu diesem Thema. Wer sich darüber schlau machen möchte:

http://www.gruene-hannover.de/regionsfraktion/meldungen/asbesthalde-wunstorf-luthe-sachstand.html

Weitere Verlinkungen:

http://www.hannover.de/de/umwelt_bauen/behoerden/umweltbehoerden/fb_umwe/fulgurit/index.html

Dennoch bleibt zu konstatieren:

Wunstorfs Grüne vertreten eine andere Meinung!

Pressemitteilung vom 28.11.2011

Ortsverband Bündnis 90 / Die Grünen fordert ein Moratorium bei Entsorgung und Endlagerung der Asbestschlammhalde in Wunstorf

„Der bisherige Umgang mit der Entsorgung der Asbestschlammhalde durch die Regionsverwaltung hat den Bürgerinnen und Bürgern sehr viel Geduld abgefordert – zu viel Geduld. Leider sind und waren wir als Ortsverband Bü90 / Die Grünen durch die alleinige Verantwortlichkeit der Region für den wild abgelagerten Sondermüll in eine reine Beobachterposition verwiesen.

Inzwischen hat sich die Situation so entwickelt, dass für diese kaum noch Verständnis aufzubringen ist. Gemessen an einem Mindestmaß an Sachlichkeit und Vernunft ist der Vorgang der Öffentlichkeit kaum noch zu vermitteln oder auch zuzumuten. Insbesondere die vielen immer erneuten Terminankündigungen, die vielen letztlich ungeklärten Fragen, die vielen widersprüchlichen Aussagen sowie letztlich das Vorhaben, die Neukirch - Halde unter Einsatz von 4 Millionen LKW – Km und einer halben Million Liter Diesel durch die halbe Republik zu transportieren, provozieren im besten Falle nur noch Kopfschütteln.

Der Ortsverband Bü90 / Die Grünen in Wunstorf ist höchst irritiert und auch verärgert, dass nicht nachvollziehbare Aussagen, manchmal reine Mutmaßungen einerseits, Halb-Informationen und abstrus anmutende Aktivitäten andererseits in der öffentlichen Wahrnehmung immer mehr Gewicht bekommen: „Augen zu und durch!“ scheint die verbliebene Option zu sein. Wohin überstürztes Handeln führt, lässt sich an vielen anderen politischen Scherbenhaufen ablesen. Auch der durch EU – Mittel angeblich vorgegebene und instrumentalisierte Zeitdruck muss raus genommen werden. Im Übrigen wurde auch deren Befristung mehrfach unterschiedlich angekündigt – und sowieso ist dies letztlich auch nur wieder Steuergeld.

Dringendes Gebot ist in dieser Angelegenheit, wieder erheblich mehr Besonnenheit und Ruhe zu zeigen. Wir fordern daher ein Moratorium, Stopp aller hastigen Aktivitäten und endlich eine vollständige und umfassende Klärung der tatsächlichen Gefahrensituation entweder für einen (ortsnahen) Transport oder die Entsorgung und Endlagerung vor Ort.

Verantwortlich für die zunehmende Verunsicherung der Bürgerinnen und Bürger in Wunstorf wie auch den geplanten „Empfängergemeinden“, inzwischen das blanke Unverständnis scheint das ausschließliche Gegeneinander eines unrühmlichen Dreiecks von tatsächlich, aber auch nur vermeintlich Beteiligten zu sein. Die eine Spitze dieses Dreiecks bildet eine höchst heterogene Gruppe von Personen, die lediglich das Interesse am eigenen Wohl verbindet. Mal wird hier bagatellisiert, sich weggeduckt, einfach der Charakter des „Gefahrguts“ missachtet – oder opportunistisch der individuelle wirtschaftliche oder politische Nutzen gesucht. Die andere Spitze des Spannungs-dreiecks scheint beherrscht von Hysterie. Dabei sind die Problematik und deren Ausmaß seit Jahrzehnten bekannt. Zugleich sind hier Äußerungen und Haltungen wenig dienlich für eine sachliche Befassung mit dem Sondermüll. Zuletzt bildet leider die Regionsverwaltung hier nicht den vermittelnden Spannungsausgleich, sondern inzwischen die dritte Dreiecksspitze.

Offenbar hat die Regionsverwaltung sich inzwischen in ihren eigenen bürokratischen Winkelzügen völlig verfangen. Neben den ganzen Verwirrungen und Widersprüch-lichkeiten ist es nun höchst fraglich, ob sie nicht inzwischen auch die Beschlusslage verlässt. Es scheint doch höchst zweifelhaft, ob der Beschluss der Regionsver-sammlung, die Halde ordnungsgemäß zu verlagern, auch bedeutet, diese mit allen Folgeproblemen für Gesundheit, Klimaschutz und Ökologie durch halb Deutschland zu kutschieren.

Schon lange, aber spätestens jetzt ist es aus unserer Sicht dringend geboten, innezuhalten. Um einen sich rasant entwickelnden Dissens sowohl in der Öffent-lichkeit als auch in der Politik Einhalt zu gebieten, einen erneuten politischen Scherbenhaufen zu vermeiden, muss das „Augen zu und durch“ gestoppt werden.

Eine erneute Besinnung auf die Sachfrage, dazu erheblich mehr gesicherte Infor-mationen und danach eine erneute, aktualisierte Beschlussfassung sind das Gebot der Stunde. Und dies benötigt zuallererst Zeit und Gelassenheit…“

Albert Schott

Warum ein Moratorium –?

Proteste aus der Bevölkerung hier und anderswo sowie plausible Zweifel an voran-gegangenen Messungen und Untersuchungen oder/und deren Interpretationen veranlassen uns, Aufschub und damit Zeit für eine erneute, schlussendliche Entscheidungsfindung über den Verbleib der Luther Asbesthalde einzufordern.

Die Gesundheitsgefährdung durch Abräumarbeiten an der Asbesthalde sowie die negative Öko-Bilanz durch den Energieaufwand und der CO2-Emissionen beim Transport fallen enorm hoch aus, was für uns inakzeptabel ist.

Es ist der Eindruck entstanden, die Halde besser dort zu belassen, wo sie sich gerade befindet, weil ein Anfassen der Halde mehr Gefährdungspotential bergen und mehr Immissionen verursachen würde und deshalb eine Beseitigung der Halde zum gegenwärtigen Zeitpunkt keineswegs angeraten sei. Wir sind angehalten, uns zu vergewissern und dies zu prüfen.

Wir brauchen einen Zeitaufschub, darum sollte sich der Rat der Stadt Wunstorf erneut mit diesem Thema befassen und gemeinsam eine Resolution auf den Weg bringen, adressiert an die Region Hannover, mit dem Ziel, die Umsetzung des Regionsbeschlusses auszusetzen und gegebenenfalls ganz aufzuheben. Denn womöglich ist der Verbleib der Asbesthalde an Ort und Stelle die sinnreichste Lösung.

Der nachfolgende Fragenkatalog und die Erläuterungen sollen dem Verständnis für unser gemeinsames Moratorium und der Resolution dienen.

Erste allgemeine Info der Wunstorfer Grünen
Was wir über Asbest und die Halde wissen müssen ...
Info_Asbesthalde_12-2011_web.pdf
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FRAGENKATALOG: Klärungsbedarfe und Ungereimtheiten!

Zum Verbleib der Asbesthalde ...

  • Stellt die Asbesthalde wirklich eine Gefährdung dar – oder ist sie bloß ein wirtschaftlicher Störfaktor?
  • Welche Arten von Gefährdungen gibt es derzeit durch den Verbleib der Halde?
  • Was wären demnach auf lange Sicht die Folgen beim Verbleib der Halde in Luthe?

Dazu im Detail ...

  • „Die Gehalte von Arsen haben sich seit 1994 deutlich verringert ...” (Aussage von Hr. Jaekel, ...) Wie lassen sich die erhöhten Chromat-VI- und Arsenwerte im Grundwasser erklären – oder weisen die Messpunkte auch auf eine andere mögliche Ursache für die Grundwasserbelastung hin?
  • Welche Daten von Luftmessungen direkt von der verschlossenen Asbesthalde sowie vom Einzugsgebiet ihrer liegen uns vor – sprechen diese für eine notwendige Beseitigung der Halde – oder nicht?

Zur Beseitigung der Asbesthalde ...

  • Es gibt erhebliche Zweifel über die Umstände und Bedingungen bei der Messung zur Ermittlung des Asbestfasergehalts in der Luft. Muss nicht bei solchen Untersuchungen stets auch von einem „worst-case-szenario” ausgegangen werden – und wurden unter solch einer Bedingung auch Messungen durchgeführt? Sind die Messungen überhaupt korrekt durchgeführt worden?
  • Wäre ein riesiges Zelt über dem Abraumbereich nicht sicherer, als nur für eine Dauerbefeuchtung (auch an Wochenenden?) zu sorgen?
  • Was passiert in warmen Trockenzeiten und zusätzlichem Wind – reicht eine Dauerbefeuchtung da noch aus – oder müssten die Abtragungsarbeiten dann ruhen?
  • Der Beladung mit Baggern, der Beförderung mit Muldenkippern sowie der Abkippmethode bei der Entsorgung wird wenig Vertrauen entgegengebracht. Weshalb werden zwar für den Transport der Asbestscherben Big-Packs eingesetzt, aber nicht für den Transport des Asbestschlammes, wenn doch ebenso dafür Big-Packs geeigneter, also sicherer wären?
  • Existiert ein Notfallplan, falls Naturgewalten oder andere mögliche unbildenden Einflüsse den Transport gefährden würden?
  • Müsste nicht generell im Rahmen einer vorbildlichen Klimaschutzpolitik eine andere Logistik für den Transport entwickelt werden – weshalb wurde kein schienengebundener Transport geplant?

BESONDERE BEACHTUNGEN falls die Halde nicht vor Ort verbleiben könnte!

Abräumarbeiten:

  • Verwehungsschutz an der Halde bei Wind und Trockenheit, geschützt durch ein Zelt
  • ständige Berieselung der Abraumstelle, auch an Wochenenden
  • bei extremer Trockenheit, Pausieren der Arbeiten

Transport:

  • auch den Asbestschlamm in Big Packs verpacken
  • neue Standortsuche
  • schienengebundenen Transport in Erwägung ziehen

 

NACHWORT

  • Wir müssen die Bedenken und Widerstände aus der Bevölkerung hier in Wunstorf wie ebenso in Ihlenberg und Rondeshagen sowie aus den Transitkommunen ernst nehmen.
  • Es muss gelten, jegliches Gesundheitsrisiko für Mensch und Umwelt, für Wunstorfer und deren Nachwelt sowie für andere BürgerInnen der Republik auszuschließen. Dabei dürfen wirtschaftliche Interessen nicht im Vordergrund stehen.
  • Sofern erneute, seriöse Messungen von Luft und Grundwasser ergeben sollten, dass eine sichere Verwahrung der Asbesthalde in Wunstorf selbst möglich sein könnte, sollte dem entsprochen werden.
  • Sofern jene Untersuchungen ergeben sollten, dass die Asbesthalde tatsächlich beseitigt werden müsste, muss das Verfahren des Abräumens, des Transportes und der Logistik neu überdacht und geplant werden, wobei den „Besonderen Beachtungen” absolute Aufmerksamkeit gewidmet werden muss, um jegliche Gesundheitsgefährdung und Schadensrisiken für die Nachwelt auszuschließen!
  • Die Aspekte für Umwelt-/Klimaschutz dürfen nicht außer Acht gelassen werden. Das Argu-ment, andere tun es auch nicht, hat seine Gültigkeit verloren; wir reden hier vom größten Giftmülltransport aller Zeiten in unserer Republik.
  • Die Fristsetzung für die Fördermittel erlischt dem Anschein nach nicht zum 31.12.2011.

 

FORDERUNG

Unsere Forderung muss lauten: „Stoppt die Abräumungsarbeiten und den Transport, solange die Notwendigkeit eines Abtransports nicht eindeutig belegt ist und bis Wunstorfs Kommunalpolitik eine endgültige Lösung gefunden hat!”

Erweiterter Fragenkatalog vom 15.12.2011
Detailfragen, die für uns der Klärung bedürfen, damit wir schlussendlich eine Entscheidung finden und unser weiteres Vorgehen planen können.
Asbestdebatte_Teil2_web.pdf
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 gez. Bündnis 90/die Grünen Wunstorf

ViSdP: Wolfgang Schulz-Binz

Wunstorf, d. 13.12.2011

... weitere Dokumente zu diesem Thema

Im Folgenden einige Dokumente, damit sich jeder ein Bild machen kann.

Sachstandsbericht aus 2007
Informationsdrucksache Nr. II 562/2007 der Region Hannover
Sachstand-Sanierung562-07.pdf
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Logistikkonzept aus 2009
Informationsdrucksache Nr. II 27/2009 der Region Hannover
Logistik_27-09.pdf
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Sicherungs-/Sanierungsalternativen aus 2009
Informationsdrucksache Nr. II 213/2009 der Region Hannover
RegHan_Vorlage_213-09.pdf
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Beschluss des OVG Lüneburg aus 2009
OVG Lüneburg - Beschluss vom 20-02-2009_
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Beschluss des OVG Lüneburg aus 2009
OVG Lüneburg - Beschluss vom 20-02-2009_
Adobe Acrobat Dokument 113.5 KB
Sachstandsbericht aus 2010
Informationsdrucksache Nr. II 34/2010 der Region Hannover
Sachstand_34-10.pdf
Adobe Acrobat Dokument 19.0 KB
Sanierungskonzept aus 2010
Beschlussdrucksache Nr. II 170/2010 der Region Hannover aus 2010
Sanierungskonzept_170-10.pdf
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Planfeststellung aus 2010
Informationsdrucksache Nr. II 1097/2010 der Region Hannover
Planfeststellung_1097-10.pdf
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Sanierungsplan aus 2010
Informationsdrucksache Nr. II 1176/2010 der Region Hannover aus 2010
Sanierungsplan_1176-10.pdf
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Öffentlichkeitsarbeit aus 2010
Informationsdrucksache Nr. II 1321/2010 der Region Hannover
Oeffentlichkeit_1321-10.pdf
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Stellungnahme vom BUND und Bürgerinitiativen aus 2011
Stellungnahme Asbesttransporte.pdf
Adobe Acrobat Dokument 181.5 KB
Risiken nicht hinnehmbar
Interview aus den Lübecker Nachrichten vom 1.11.2011
1.11.11_LN_Asbesttransporte_ Kruse_Risi
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TÜV-Nord Gutachten vom 19.11.2011
Bericht TÜV Nord 2011-11-19.pdf
Adobe Acrobat Dokument 132.9 KB
Stellungnahme des BUND vom 25.11.2011
2011-11-25_BUND Niedersachsen warnt vor
Adobe Acrobat Dokument 179.3 KB
Anmerkungen zum TÜV-Nord-Bericht von Herrn Friedrich Jäkel vom 28.11.2011
+Jäkel_Anmerkungen zu TÜV GAA Nov.pdf
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Ortsverband Wunstorf

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Do., 18. Mai 2017

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GEGEN WAFFENEXPORT
Campact-Kampagne: GEGEN WAFFENEXPORT
GEGEN DAS FRACKING
Campact-Kampagne: GEGEN FRACKING