Energiewende und Klimaschutz

  • Energie aus Windkraft und Sonne als Favoriten
  • Strömungskraftwerk an der Aue
  • dezentrale Energieversorgung
  • Energieabfälle nutzen
        – Abwärme des Kali-Werkes
        – unterirdischer Speichersee
  • Zusammenarbeit mit den Wunstorfer Stadtwerken
  • atomstromfreie Zone schaffen
  • Biogas-Anlagen sind akzeptabel, 

– wenn dafür nicht zu viele landwirtschaftliche Flächen genutzt werden und so ganze Landstriche von Monokulturen entstehen (Maisfelder ohne Ende);

– außerdem verfärbt sich die Ökobilanz negativ; also unterm Strich kein idealer Energielieferant

Wir setzen auf Windkraft

Die Verwaltung möge bitte prüfen, welche städtischen Gebiete sich für die Errichtung einer oder mehrerer städtischer Windkraftanlagen eignen. 

(So lautet bisher unser Antragsentwurf ...)

 

Begründung:

Es kann für eine Stadt nur von Vorteil und größtem Interesse sein, sich zunehmend aus der Abhängigkeit von Energiegroßlieferanten zu lösen und durch eigene, lokale Energiegewinnung an Autarkie in der regionalen Energiewirtschaft beizutragen und selbst davon zu profitieren.

Eine Windkraftanlage mit einer Leistung von 18-20 Megawatt, bestehend aus drei Türmen, könnte eigenproduzierten Strom ins öffentliche Netz einspeisen und hebe die ökologische Energiebillanz der Stadt Wunstorf beträchtlich. Die Anlage könnte zu einer etwa 20%igen Stromversorgung aller Privathaushalte in Wunstorf führen.

Vor dem Hintergrund der Erweiterung der Gewerbegebiete Süd, empfiehlt sich womöglich ein Standort südöstlich der BAB 2, Gemarkung Kolenfeld.

Doch uns geht es um eine allgemeine Standort- und Wirtschaftlichkeitsprüfung generell für Windkraftanlagen in Wunstorf.

Nicht erst seit Fukushima wissen wir, dass wir mit Atomstrom sowie mit Kohlekraftwerken nicht weiter kommen und mehr denn je auf regenerative Energieformen setzen müssen.

Und Wunstorf darf da nicht hinan stehen bleiben. Die Wunstorfer Stadtwerke sind ein Anfang, nun bedarf es nächster Schritte.

Interview mit dem Wunstorfer Stadtanzeiger

* Können durch eine Fusion mit den benachbarten Stadtwerken Neustadt und Garbsen Synergieeffekte genutzt werden? Sind Sie für eine Fusion? Was hätten die Bürger der drei Städte davon?


Ein größeres Unternehmen hätte den Vorteil, größere Mengen zu günstigeren

Konditionen einkaufen zu können. Wahrscheinlich könnte auch bei der Verwaltung

und Buchhaltung gespart werden. Diese Effekte kann man aber auch über eine

Kooperation erzielen.

Aber die entscheidende Frage wäre doch, wie dieses große gemeinsame Unternehmen sich am Energiemarkt verhalten würde. Wer bestimmt die Richtung? Diese Richtung möchten wir mitbestimmen.

 

* Die Substanz der teilweise aus den Vorkriegsjahren stammenden Leitungsnetze für Wasser und Strom lässt zu wünschen übrig. Müssten Sie nicht umgehend die Betreiber zu Sanierungsmaßnahmen bewegen?


Die Stromnetze könnten im Zuge des Umbaus der Stromerzeugung auf dezentrale

Strukturen saniert/erneuert werden, da für dezentrale Strukturen das Netz in Teilen

umgebaut/verändert werden müsste. Große Energieversorger und Netzbetreiber

haben daran aber nur geringes Interesse, erst recht nicht, wenn sie den Strom nicht selber produzieren. Wie kann man sie dann dazu bewegen? Wahrscheinlich mit Geld. Wenn man schon Geld in die Hand nehmen muss, ist vielleicht ein Kauf der Netze sinnvoller.

 

* Wie stehen Sie dazu, die Netze für Wasser und Strom in die Stadtwerke zu integrieren?

 

Grundsätzlich ist die Energieversorgung aus einer Hand zu befürworten, da es

möglicherweise auch wirtschaftliche und ganz praktische Vorteile für die BürgerInnen hat.

 

* Können Sie sich vorstellen, Flächennutzungspläne dahingehend zu ändern, dass jeder Bürger eine Kleinstwindkraftanlage mit 5kW-Leistung und einer Nabenhöhe von zwölf Metern aufstellt?


Natürlich ist die Energiegewinnung über Windkraft ein Schritt in die richtige Richtung.

Jedoch ist die flächendeckende Installierung von Kleinstanlagen für die

Energiesicherung überhaupt nicht notwendig.

 

* Was erwarten Sie von dem im Juli vom Rat der Stadt vermutlich mit großer Mehrheit beschlossenem Klimaschutzkonzept?


Einen Anfang (!!), dass Wunstorf ein ordentliches Stück grüner wird.

 

* Vielfach wird darüber diskutiert, Stadtwerke sollten die Leitungsnetze von den großen Stromkonzern kaufen. Allein in Wunstorf gibt es 19000 Haushalte. Sind Sie für einen Kauf, gegebenenfalls auch mit Partnern aus der Nachbarschaft. Wenn ja, was darf es den Steuerzahler höchstens kosten?


Der Umstieg auf dezentrale Strukturen fällt leichter, wenn die Netze auch den

Stadtwerken gehören.

Jedoch: Eigentlich sind die Netze von den BürgerInnen schon bezahlt…

 

* Die Nutzung von Nahwärmenetzen in Gewerbegebieten kann nützlich sein. Sollte bei Neuansiedlungen im Gewerbepark Süd grundsätzlich Nahwärme angeboten und für die Nutzung ein Anschlusszwang gefordert werden?


Ein Anschlusszwang ist nicht denkbar. Jedoch sollte die Einrichtung von

Nahwärmenetzen in Gewerbegebieten unterstützt werden.

 

* Was halten Sie von einem Bürgerkraftwerk und wie könnte es finanziert werden?


Initiativen aus der Bürgerschaft sind zu begrüßen und zu fördern – wenn sie dem

Ausbau regenerativer Energien dienen. Je nach Investitionsbedarf kann die Anlage

auch von den Stadtwerken mit- / finanziert werden oder über die Trägerschaft eines

Vereins.

 

* Würden Sie die Stadt unterstützen bei der Umstellung des Energiekonzeptes auf ein ökologisch ausgerichtetes Fernwärmenetz?


Ja, am besten würde man dort beginnen, wo die Wärme umsonst zur Verfügung steht: z. B. in Bokeloh bei Kali + Salz, allerdings gibt es dort zurzeit nur Bestandsbebauung. Die Stadt könnte aber bei der nächsten Heizungssanierung z.B. eines Schulzentrums eine erweiterbare BHKW-Station bauen und diese dann später zur Versorgung der umliegenden Bebauung Schritt für Schritt vergrößern. An einem solchen Kristallisationspunkt sind schon einige Nachwärmenetze entstanden.

 

* Können Sie sich vorstellen, den Stadtwerken mehr Freiheiten einzuräumen bei im Rahmen erneuerbarer Energien? Zum Beispiel weniger Rendite, dafür aber ökologisch?


Ja! Bei der Frage der Rendite ist ja immer der betrachtete Zeitraum entscheidend.

Leider wird heute oft ein zu kurzer Zeitraum betrachtet. Wenn man den Betrachtungszeitraum auf mehrere Jahrzehnte erweitert, lohnt sich die Entwicklung
und Verbesserung von regenerativen Technologien.


* Wie hoch darf Ihrer Meinung nach ein Kilowatt elektrischer Strom für einen Bürger der Stadt Wunstorf kosten?


Gesamtgesellschaftlich werden die Stromkosten bei Einsatz regenerativer Energien sinken!


* Wie stehen Sie einer weiteren Anschaffung von Erdgasfahrzeugen gegenüber, die mit Biogas betrieben werden?


Ja, sofern die dafür notwendigen Biogasanlagen nicht aus Monokulturprodukten,
sondern aus nachhaltiger Landwirtschaft gespeist werden.


* Ist es sinnvoll, in das Erdgasnetz auch Biogas einzuspeisen?


Ja, siehe oben.


* Sind Sie für eine Leistungserhöhung bestehender Windkraftanlagen und die Ausweisung weiterer Standorte für Windkraftanlagen.


Ja! Aber ein Umstieg auf eine erneuerbare dezentrale Energieversorgung beinhaltet die Kombination verschiedner Technologien.


* Wir haben berichtet, dass die Nutzung von Erdwärme aus dem Kaliwerk Sigmundshall bei laufender Produktion nicht wirtschaftlich ist. Können Sie sich vorstellen, bei einer Stilllegung des Werkes in einigen Jahren über das Thema nachzudenken, bevor jemand auf die Idee kommt, das Bergwerk als Lager für Atommüll zu nutzen?


Ja!
…und: Viele Bausteine zur dezentralen regenerativen Energieerzeugung wurden mit den Fragen bereits angesprochen. Die Energiewende kann aus unserer Sicht nur gelingen, wenn viele Technologien und Energieträger einbezogen werden. Auch kleine Nischen leisten ihren Beitrag. Daher fehlen z.B. noch:
• Geothermie
• Wasserkraft auch mit Kleinanlagen (Wirbelstromkraftwerken.)
• Verstromung von Biomasse (Holz, Stroh, Miscanthus (Chinagras),
Holzhackschnitzeln, … )
• Ein immer unterschätzter Beitrag ist Energiesparen durch Verhaltensänderung
(Aufklärung von Lehrern und Schüler spart mehr als die neue Brennwert-Heizung)
• …

Das meinen unsere Bundes-Grünen

Artikel von der Homepage der Bundesgrünen

(http://www.gruene-bundestag.de/cms/energie/dok/388/388299.atomausstieg_ist_kein_kostentreiber.html)

 

Strompreise 17. August 2011

Atomausstieg ist kein Kostentreiber

Strompreise werden nur moderat steigen

Jetzt ist es also raus: Der Atomausstieg verursacht für Verbraucher Mehrkosten in Höhe von 32 Milliarden Euro. Das hat eine Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministers errechnet. Die Zahl klingt schockierend. Doch tatsächlich drückt sie die Mehrkosten für den langen Zeitraum von 2008 bis 2030 aus. Umgerechnet auf die Kilowattstunden läge die Preissteigerung gerade mal bei 0,3 Cent/kWh. Das erscheint verträglich, sowohl für die Menschen als auch für die Unternehmen im Land.

 

Das Jonglieren mit den vermeintlichen Strompreisen der Zukunft hat gerade Konjunktur. Doch wirklich belastbar sind die Szenarien nicht – auch nicht die im Auftrag von Minister Rösler angestellte Berechnung des Energiewirtschaftlichen Instituts der Uni Köln (EWI). Die Preisentwicklung ist eine Rechnung mit vielen Unbekannten. Entscheidende Einflussfaktoren sind der Börsenpreis für Strom, die Kosten für den Betrieb und den Ausbau der Netze sowie die Umlage für den Ausbau erneuerbarer Energien im Stromsektor. Hinzu kommen die Gewinnmargen, die die Stromkonzerne durch die letzten Strompreiserhöhungen eingestrichen haben, die nicht durch gestiegene Einkaufspreise zu rechtfertigen waren.

Der Börsenpreis

Der Börsenpreis ist seit 2008 rückläufig, auch weil immer mehr erneuerbar erzeugter Strom die Nachfrage an der Börse und damit die Handelspreise sinken lässt. Dieser "Merit-Order-Effekt" dämpft den Börsenpreis inzwischen um mehr als 1 Cent pro Kilowattstunde.

Im Vergleich dazu wirkt der Atomausstieg sich wenig aus. Kurz nach der Fukushima-Katastrophe und dem Moratorium für acht deutsche Reaktoren ist er kurzfristig zwar um knapp zehn Prozent auf gut 6 Cent/kWh angestiegen. Doch bis heute hat sich die Lage beruhigt. Wer heute Stromlieferkontingente für das Jahr 2014 kauft zahlt pro Kilowattstunde etwa 0,4 Cent mehr als im März dieses Jahres. Zum Vergleich: 2008 lag der Einkaufspreis an der Börse zeitweise bei über 8 Cent/kWh.

 

Die EEG-Umlage

Die von allen Stromverbrauchern zu zahlenden Mehrkosten für die über das Erneuerbare Energien Gesetz geförderten Anlagen wurde im Oktober 2010 um über 1 Cent auf 3,5 Cent pro Kilowattstunde erhöht. Grund war damals die Erwartung eines teuren Solarstrombooms. Aber der fand so nicht statt. Es wird also gerade mehr Geld über die Umlage eingenommen als tatsächlich für die Erzeugung des Ökostroms benötigt wird. Trotz des weiter voranschreitenden Ausbaus der erneuerbaren Energien wird die EEG-Umlage im nächsten Jahr voraussichtlich nicht steigen und auch danach nur moderat angehoben werden. Experten erwarten einen Spitzenwert, der mit gut 4 Cent pro Kilowattstunde rund einen halben Cent über dem heutigen Wert liegt.

 

Die Netzkosten

Die Netzkosten sind noch eine große Unbekannte. Niemand kann bislang sagen, wieviel Geld künftig in den Neubau von Stromnetzen fließen wird. Eine Schätzung der Bundesnetzagentur geht davon aus, dass sich der Netzausbau mit etwa 1 bis 1,5 Cent pro Kilowattstunde auf die Strompreise auswirken wird.

 

Grüne Schlussfolgerungen

Das komplexe Zusammenwirken der verschiedenen preisrelevanten Faktoren ist zwar schwierig vorherzusagen, doch lassen sich die folgenden Schlüsse jetzt bereits ziehen:

  • Die Energiewende ist nicht zum Nulltarif zu haben. Die Wirkungen auf die Strompreisentwicklung sind aber eher moderat. Börsenpreis, Netzausbau und EEG-Umlage könnten insgesamt zu einer Erhöhung der Strompreise für Endverbraucher im Bereich von 1 bis 3 ct/kWh führen. Das wäre eine Erhöhung um maximal zwölf Prozent über einen Zeitraum von etwa 20 Jahren, rechnerisch also rund 0,6 Prozent pro Jahr – weit weniger als in den letzten Jahren.
  • Seit 2003 sind die Strompreise für Endverbraucher um 45 Prozent gestiegen. Hauptgrund waren die zeitweise extrem hohen Kosten für Öl- und Erdgas. Diese werden auch die künftigen Strompreise weit mehr bestimmen als die Kosten der Energiewende. Je mehr Ökostrom erzeugt wird, desto weniger sind wir von den zu erwartenden Preisanstiegen bei den fossilen Brennstoffen abhängig.
  • Seit 2008 ist der Börsenpreis für Strom um zeitweise über 2 ct/kWh gesunken. Dieser Preisvorteil wurde von den Energieversorgern jedoch nicht an die Kunden weitergegeben. Im Gegenteil: Die meisten haben die Preise weiter erhöht und sich so zusätzliche Milliardengewinne verschafft. Diese Abzocke muss ein Ende haben. Wir brauchen parallel zur Energiewende eine funktionierende und strenge Marktaufsicht, die diesem Treiben einen Riegel vorschiebt. Wir Grüne wollen deshalb u. a. eine Markttransparenzstelle mit weitreichenden Kompetenzen sowie eine Schiedsstelle an die sich Energiekunden wenden können, um ihr Recht zu bekommen.
  • Abwandernde Branchen und neue Arbeitslose als Folge erhöhter Strompreise sind nicht zu erwarten. Gerade stromintensive Branchen profitieren von dem auch wegen des wachsenden Ökostromanteils sinkenden Strompreis an der Börse, andere Branchen werden wenig belastet. Dennoch sind wir Grüne dafür, den Unternehmen unter die Arme zu greifen. So wollen wir über einen neuen Energiesparfonds das Energiesparen auch in der Wirtschaft fördern und so das Klima schützen, Innovationen voranbringen und die Energiekosten senken.

Auf einem Blick

Sitzung des Ortsverbandes

 

Datum: 23.08.2018

Uhrzeit: 19:00 Uhr

Ort: Immergrün

 

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